Matt, Tobias und Newton sind beste Freunde und leben in New York. An einem viel zu warmen Tag im Dezember bricht ein furchtbarer Schneesturm über die Stadt herein und begräbt alles unter einer undurchdringlichen weißen Decke. Anschließend erscheinen gleißend blaue Blitze am Himmel, die in die Häuser eindringen und die Erwachsenen eliminieren. Lediglich die Kinder überleben. Panisch sucht Matt Tobias auf, denn Newton ist auch spurlos verschwunden. Gruselige Gestalten treiben nun auch ihr Unwesen in der einst so strahlenden Metropole, die nun ohne Storm und irgendeine Versorgung brachliegt.
Für die beiden Freunde ist klar, dass sie hier nicht bleiben können. Aber erst müssen sie aus Manhattan raus und auf’s Festland, was sich als eine Härteprobe herausstellt. Sie müssen einigen Gefahren trotzen, aber gemeinsam können sie es schaffen. Als sie dann endlich von der Insel herunter sind und momentan niemand nach ihrem Leben trachtet, sind sie in einer Art Dschungel angekommen. Eins ist klar: Sie müssen ihn durchqueren, vor allem, weil in Matt plötzlich ein unbeschreiblicher Wille erwacht ist, der ihn in Richtung Süden treibt. Auf ihrem Weg finden sie Spuren von anderen Menschen, die ihnen sogar Botschaften hinterlassen haben.
Das Duo kämpft sich durch den lebensgefährlichen Urwald und stößt schon bald auf einen der wenigen überlebenden Erwachsenen…
Im Moment werden Dystopien ja hoch gelobt und ich denke, Alterra gehört zur oberen Liga. Auch wenn ich am Anfang sehr skeptisch war und für mich alles nach guter alter Science-Fiction aussah, wurde ich doch vom Gegenteil überzeugt. Ich kann mir gut vorstellen, dass das einmal passieren wird, denn so abwegig ist diese Schlussfolgerung gar nicht. Am Ende wird das alles noch weiter ausgeführt, sodass ich mit dieser Vorstellung voll übereinstimme.
Aber nun zum Eigentlichen.
Tobias und Matt werden in dem Buch mit Dingen konfrontiert, die Jungen in ihrem Alter normal nicht widerfahren. Dadurch werden sie sehr schnell erwachsen und sind gar nicht mehr so die typischen frühpubertären Jungs. Zum Schluss hin fand ich dann diese Geheimnistuerei über Matts Plan gar nicht so gut. Für mich war das einfach nicht logisch, dass alles verheimlicht wurde, weil mir sowieso klar war, dass keiner der drei das Risiko eingehen würde, sich einfach so erschießen zu lassen.
Und so unglaublich wie es klingen mag, aber ich habe mich ein klein wenig in die Stelzenläufer verliebt. Diese Wesen haben mich fasziniert und ich konnte sie mir lebhaft vorstellen! Würden sie nicht etwas Schreckliches bedeuten, wäre ich ihnen vermutlich noch ein kleines bisschen mehr verfallen.
Ich fand es nur schade, dass ich schon eine ganze Zeit vor dem Ende wusste, wer der Verräter der Pans war. Ob das vom Autor gewollt oder ein Zufall meinerseits war, kann ich nicht deuten. Vielleicht bin ich aber auch einfach nur von den vielen Krimis und Thrillern verwöhnt, die ich gelesen habe.
So schrecklich die Vorstellung für mich auch ist, möchte ich jetzt sehr gerne wissen, wie es weitergeht, nachdem mich das Ende, wieder einmal, zu Tränen gerührt hat!




