„Was würdest du dafür geben?“
Ich traute meinen Ohren nicht. Ich starrte in sein gelassenes Gesicht und platzte mit der Antwort heraus, ohne groß zu überlegen.
„Alles.“
Bella ist am Boden. Edward hat ihr mitgeteilt, dass er sie verlassen muss, er würde ihr nicht gut tun. Er hat nur eine Bitte: Sie solle nichts Dummes oder Waghalsiges tun. Er ist ein guter Schauspieler, denkt sie, er meint es nicht ernst, sondern liebt sie noch immer. Aber das ist falsch. Er will sie nicht mehr.
Sie bleibt alleine im Wald liegen, im Regen, auf dem schlammigen Boden. Charlie ist außer sich vor Sorge und heuert alle möglichen Leute an, sie zu suchen. Auch aus La Push. Ein bisher unbekannter Mann namens Sam findet sie und bringt sie nach Hause.
Er ist außer sich, als er erfährt, dass das alles nur Edwards Schuld ist.
Die Monate vergehen und Bella fällt immer tiefer in ihre Depression. Sie geht zwar in die Schule, macht den Haushalt und ihre Hausaufgaben, aber innerlich ist sie leer. Ein Gespräch kann man mit ihr sowieso nicht anfangen. Es ist grauenhaft für alle, sie verabredet sich nicht mehr mit ihren Freunden und ist nur mehr eine Hülle ohne Inhalt.
Bella verdrängt alles. Als sie dann, auf Charlie Wunsch hin, doch etwas unternimmt, trifft sie gemeinsam mit Jessica in Port Angeles auf ein paar Männer. Sie kommen ihr bekannt vor, denn einer sieht aus wie jener, der sie letztes Jahr überfallen wollte. Waghalsig, wie sie sonst nicht ist, geht sie herausfordernd auf sie zu.
Und dann ist da diese Stimme. Edwards Stimme. Bella ist verwirrt, aber langsam findet sie heraus, wie sie Bellas Stimme immer und immer wieder hören kann.
Gleichzeitig verbindet sie auch mit Jacob mehr. Aber Jacob verändert sich von Tag zu Tag immer mehr, bis er sich auch nicht mehr bei ihr meldet. Bella setzt alles daran, dass sie Jacob nicht als Freund verliert, aber augenscheinlich will er sie nicht mehr sehen.
Irgendwann hält sie es nicht mehr aus und fährt zu ihm nach La Push. Er hat ein Geheimnis, das weiß sie, aber er kann es ihr nicht sagen, sie muss es selbst herausfinden …
Für mich war es recht überraschend, dass Edward Bella verlassen hatte und ich fand es nicht überzeugend von ihm. Erst schwört er ihr seine ewige Liebe, und dass er sie nie verlassen wird. Und schwupps ist er weg. Also nee, geht ja gar nicht.
Dafür hat es mir sehr gut gefallen, dass die Freundschaft zwischen Bella und Jacob inniger wurde. Da ich ja schon bespoilert wurde, kannte ich auch Jacobs Geheimnis bevor es gelüftet wurde, aber ich habe Bellas Rätselei trotzdem neugierig verfolgt. Ist ja auch abwegig, dass der beste Freund ein … Naja, ihr wisst schon.
Wäre ich an Charlies Stelle, ich hätte Bella schon lange rausgeschmissen oder sonst was mit ihr gemacht. Auch wenn sie nicht anders kann, aber ich hätte meinen Vater nie so verletzt.
Auf jeden Fall gefiel mir der zweite Band besser als der Erst, das muss erwähnt werden.


