Rezension: Erzähl mir dein Herz von Charles Martin

22. Juli 2011 by Mel

Ben und Ashley – zwei völlig fremde Menschen mit einem Schicksal

Bens Flug von Salt Lake City nach Hause wird wegen eines Schneesturms verschoben und schließlich gecancelled. Während er am Gate noch wartet, trifft er auf Ashley, die in 48 Stunden heiraten wird und mit dem gleichen Flieger fliegen wollte. Als Ben dann ein Hangar mit einem Charterflieger entdeckt, schnappt er sich Ashley und macht eine kleine Maschine klar. Der Pilot Grover warnt sie, dass der Sturm nicht mehr weit weg ist, sie es aber noch schaffen können.
Während des Flugs lernen sich die drei besser kennen und erzählen aus ihren Leben, bis Grover einen Herzinfarkt erleidet.  Wie durch ein Wunder stürzt die Maschine nicht im Steilflug ab, sondern landet nur sehr beschädigt auf einem Hochplateau. In gut und gerne 3300 Metern Seehöhe im Tiefschnee. Nur Ashley, Grovers Hund und Ben haben den Abstürz überlebt. Es geh ihnen verhältnismäßig gut, allerdings hat Ashley einen komplizierten Beinbruch, der eigentlich operiert werden müsste. Es ist dem Glück zu verdanken, dass Ben Arzt und Leiter der Notaufnahme eines Krankenhauses ist, ansonsten hätte er ihr nicht helfen können. So rankte er den Knochen so ein, dass der Knochen wieder zusammenwachsen konnte.
Aber was sollten die beiden  denn tun, denn dieser Flug war nicht registriert, wer wollte also wissen, wo sie waren? Würde überhaupt jemand nach ihnen suchen?
Also macht Ben es zu seiner Aufgabe, ihr Überleben zu sichern. Sie nehmen Grovers Hund in Obhut, Ben versucht zu jagen, baut ihnen ein Lager auf. Jedem wird gesagt, dass man an der Absturzstelle bleiben soll, aber was, wenn man dort sterben würde? Irgendwann müssen sie von dort weg, auch wenn im Umkreis von gut und gerne 150 Kilometern nirgends Zivilisation zu sein scheint.
So wird es Ashley nicht mehr zu ihrer Hochzeit schaffen, aber auch Ben hat sein Päckchen zu tragen, das ihm während der Zeit, die er in der Einsamkeit einer Eiswüste mit einer fremden Frau und einem kleinen Hund verbringt, wieder allzu bewusst und so schwer wird, wie schon seit einer langen Zeit nicht mehr.
Eigentlich will Ben Ashley seine Geschichte erzählen, aber seine Vergangenheit birgt ein trauriges Geheimnis …

Ein ergreifendes Buch, das mich zu Tränen rührte!

Ich weiß nicht wie Charles Martin es wieder geschafft hat, aber er berührt mein Herz an einer Stelle, die sonst kaum ein Autor erreicht. Seine Charaktere haben Tiefgang und ich kann mich immer wieder mit ihnen identifizieren, ihre Gefühle nachvollziehen und mitzufühlen.
Die Geschichte war spannend und ich will mir nicht vorstellen, wie wenig Tage ich dort oben in den Beinen überlebt hätte. Wahrscheinlich hätte ich nicht einmal etwas zu essen gefunden.  Es ist die Hölle aus Eis.
Dieses Buch bekommt von mir bekommt von mir berechtigte fünf Sterne. Lest es.


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