Rezension: Mr. Monster von Dan Wells

5. Oktober 2011 by Mel

John hat es geschafft, sein Leben ist wieder normal. So normal wie das Leben eines Soziopathen eben sein kann. Aber er hat ein anderes, ziemlich großes Problem: Brooke Watson. Schon lange hat er in Auge auf seine hübsche Nachbarin geworfen, aber durch seine Regeln darf er sich ihr nicht nähern und nimmt sie nur mit zur Schule und von dort wieder mit nach Hause, ansonsten hält er sich von ihr fern, um Mr. Monster nicht die Chance zu geben, einen Weg aus seinem Verlies heraus zu finden.
Als hätte John nicht schon genug mit der Liebe zu tun, taucht plötzlich eine gefolterte Frauenleiche auf. Ein Aufstöhnen geht durch Clayton – schon wieder ein Killer, der sein Unwesen treibt.
John hat natürlich großes Interesse an dem Mörder, immerhin hat er schon einmal einen Unhold ausgeschaltet. Es besteht noch die Hoffnung, dass es nur ein einmaliger Mord war, bis erneut eine Leiche auftaucht. Immer und immer wieder das gleiche Szenario. John will die Leichen aus der Nähe sehen, aber keine der Ermordeten wird in die Leichenhalle seiner Mutter und Tante gebracht, was die Sache nicht gerade einfacher gestaltet.
So versucht er aus dem ermittelnden Agent Forman etwas herauszubekommen, aber auf Anhieb funktioniert das auch nicht. Als Forman John dann zur Wache zitiert, sieht der Junge seine Chance darin: Nun ist der Tag gekommen, an dem er endlich genaueres erfahren kann!
Aber er lag falsch, denn es ist der Tag gekommen, an dem John dem Mörder gegenübertreten und ihn ausschalten muss. Als er dann auch noch gekidnapped wird steht fest, dass Mr. Monster zurückkehren darf …

Liebster John, du bist mein Held!
Selten habe ich einen Romanhelden, der ein Außenseiter ist, so sehr ins Herz geschlossen. John ist anders. Und doch so normal. Auch wenn er durch seine Soziopathie kein leichtes Leben hat, ist er ein liebenswertes Kerlchen, das Menschen rettet – sogar mit Hilfe seiner tiefschwarzen Seite. Wer, wenn nicht er, ist dann ein Held?
‚Mr. Monster‘ ist kein gewöhnlicher Thriller, denn wer kämpft schon gegen Dämonen und ist so nebenher ein Held, der Menschen vor dem sicheren Tod bewahrt und die Bösen büßen lässt? Auge um Auge, Zahn um Zahn, so in etwa könnte der Leitspruch dieses Buches lauten.
Ein Vorgeschmack auf das nächste Buch wird auch schon geboten: Dämonenjagd vom feinsten dürfen wir gespannt erwarten!


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